Mehmet Atlı & Nûrê Dilovanî & Christopher Esch#
Mehmet Atlı, eine der wegweisenden Stimmen der modernen kurdischen Musik, verbindet in diesem Konzert das tief verwurzelte Erbe der Volksmusik mit einer urbanen, persönlichen Liedsprache. Lieder über Liebe, Sehnsucht, Heimat und Erinnerung erwachen auf der Bühne neu zum Leben, in Arrangements, die sich aus Volksweisen speisen und sich den Farben von Pop, Jazz und klassischer Musik öffnen.
Nach seinen musikalischen Anfängen 1994 mit Koma Dengê Azadî verleiht Mehmet Atlı seit den frühen 2000er-Jahren der kurdischsprachigen Musik eine persönliche, urbane Stimme, mit Liedern, die er auf Kurmancî und Zazakî, gelegentlich auch auf Türkisch singt. Neben eigenen Kompositionen wie Dengê Dilê Min, Morî Mircan und Wenda, die längst Kultstatus erreicht haben, vertonte er Gedichte von Cegerxwîn, Kamiran Alî Bedirxan und Arjen Arî. Lieder von Meistern wie Aram Tîgran, Mihemed Şêxo, Mihemed Arif Cizrawî, Kerem Gerdenzerî und Ayşe Şan sang er in eigener Interpretation neu. In seinem dreißigsten Jahr als Musiker wurden 56 seiner Lieder auf dem dreiteiligen Album Na, Ne Tenê Me (2024) unter der musikalischen Leitung von Mirady von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern neu interpretiert. Bei seinem Konzert 2025 mit dem Tigris Symphony Orchestra in Diyarbakır erklangen seine Lieder in sinfonischen Arrangements.
In diesem Konzert wird Atlı von Christopher Esch am Bass und Nûrê Dilovanî an der Violine begleitet. Im Zusammenspiel von Atlıs Stimme und Lavta mit Bass und Violine bringt der Abend die Lieder einer mehr als dreißigjährigen musikalischen Reise auf die Bühne, mit einer Innigkeit, die die schlichten Freuden und die tiefen Kümmernisse des Lebens berührt.
Pause: 15 Minuten


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